Ohne Plan laufen bringt extra Kilometer, aber auch ein Gedicht!

Den ersten Tag hab ich geschafft,

ich hab ihn ganz gut rumgebracht.

Ich hab getestet und geschaut und gesehen –

wie mag es wohl weitergehn?

Das nächste Ziel ist der alte Arbeitsort –

ihr fragt euch sicher, was will ich nur dort?

Eine Freundin hat zum Essen geladen,

doch erst muss ich  die 15 Kilo nach Eberstadt tragen.

So lauf ich denn los, morgens um 9,

und frage mich – wie mag der Weg heute wohl sein?

Für die erste Strecke fehlt mir der Plan,

egal, munter schreite ich nach gut Dünken voran. Freude - mit und ohne Plan

Und mache promt einen Umweg über Uberach,

naja, es haben schon klügere Köpfe weitaus Dümmeres gemacht!

Das Laufen fällt mir heute schwer,

die Sonne ist schön, aber der Wind nervt sehr.

Der Rucksack zieht mich immer tiefer,

ich glaube ich laufe auch schon schiefer.

Doch irgendwie ist es mir möglich,

und ich bin jetzt endlich glücklich,

in das Weltnaturerbe Messel zu kommen.

Nach eine kurzen Pause geh ich unversonnen

weiter meines Weges, schon wieder heiter gestimmt –

wieviel Kilometer bis Eberstadt es wohl noch sind?

14 km habe ich geschafft,

deswegen winkt jetzt eine längere Rast.

Mittag

Kaffee muss sein – und der Bembel auch!

Hinter der Grube Messel bin ich schon,

mittags so um Eins, wie gut schmeckt das Croissant-

ähnliche Stückchen mit Kaffee,

ja mei das Leben ist so schee!

Und danach, ich glaub es kaum,

es ist wie der erhoffte Traum:

Ich laufe leichtfüßig

und gar nicht müßig.

Mein Tacho zeigt 7 km/h die Stnde,

da könnt ich noch ne Extrarunde

machen, aber das lass ich lieber,

denn in Eberstadt, da steppt der Bieber.

Das gibt es Essen, Trank und ein warmes Bett,

hei, der Abend wird sicher nett!

Doch zuvor hab ich mich einfach gefreut,

denn den Main-Stromberg-Weg fand ich heut!

Das erste Wanderweg-Schild, dem ich folge - strike!

Das erste Wanderweg-Schild, dem ich folge – strike!

Endlich, denn den hätt ich auch gestern schon nehmen wollen,

naja, es hat nicht sein sollen.

Ab jetzt läufts sich easy, immer der Nase nach,

und bald schon vergessen ist Urberach.

Vom Wanderweg wechsel ich auf den Radweg R8,

super habe ich das gemacht,

denn der führt mich zu meinem Ziel.

Was ich aber noch sagen wil:

Die letzten Kilometer sind echt fies,

mein anfänglicher Umweg war doch mies,

hat mich mehrere Extra-Kilometer gekostet,

dafür wird bei Sigrid die Lasagne doppelt gekostet!

*Mjamjam*

Geschafft: 31,51 km (anstatt ein paar 20…), 6 h. Offenthal Campingplatz – Darmstadt-Eberstadt, Sigrids schönes Haus.

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10 Kommentare

  1. wenns dich nich schon gäb, möcht man dich erfinden – was hastn du alles drauf? wow

    ich geh aber auch wandern, bätschibätsch, im sommer in der pfalz

    das ist so schön, was du da reimst

  2. Oh wie ist das schön… Das machst du fein:) komm gut hin und her 🙂
    Und ich bin mir sicher, wenn dich die schweizer einmal kennenlernen würden, dann wollen sie dich auch da behalten… Leider gilt das Motto: was der Bauer nicht kennt , frisst er nicht… Und hier gibts so einige Bauern, die das nicht nur aufs essen übertragen…

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