Dienstag, 02. Juni: Grenzen ohne Schranken, frei sind die Gedanken…

…Ja, ich singe Europa Kinderland (wir geben uns die Hand, wozu sind Grenzen da…) als ich „über die Grenze“ laufe. Also bei Schirnding einen (Rad-)Weg nehme, der mich nach Tschechien führt.

Einziger Hinweis auf die Grenze (und weise Worte)

Einziger Hinweis auf die Grenze (und weise Worte)

Zuvor habe ich nach einem gemütlichen Frühstück mit den herzlichen Gastgebern (meine Sonnenblumensamen werden langsam alle :-)) die „Röslauschlucht Gsteinigt“ durchquert: Eine ganz tolle Fluss- und Felslandschaft, traumhaft schön! Der Weg danach (ab Kilomerer Vier, Fünf etwa) war ehrlich gesagt nicht besonders spannend, aber es ist auch eher ein Radweg. Und langsam heißt es ja auch Ankommen…

In Tschechien muss ich erst an der Straße (auf dem Fahrradstreifen theoretisch) entlang laufen, nach einer Weile finde ich aber per Zufall einen zum Stausee runter führenden Weg – der sich tatsächlich als Wanderweg herausstellt (nicht auf meiner deutschen Wanderkarte zu finden, aber gut markiert). Er führt zwar ab und an wieder hoch zur Straße, doch Großteils durch den Wald und am See entlang. Das ist zwar länger, aber deutlich schöner.

Ich beschließe, am Campingplatz meiner ursprünglichen Wahl angekommen, doch bis Eger (Cheb) weiterzugehen. Erstens sieht der nich doll aus, zweitens war die Bedienung im Restaurant ein paar Kilometer hinter der Grenze nicht angetan von diesem Platz und drittens habe ich noch keine zwanzig Kilometer voll, es ist keine drei Uhr und nach Eger rein wollte ich heute eh noch – um nochmal nach einer tschechischen Wanderkarte zu schauen (obwohl die Röderers mir schon eine grobe Karte überlassen hatten :-)). Na dann kann ich die Kilometer in die Stadt auch direkt machen, morgen wirds anstrengend, da spar ich mir wenigstens die Stadtkilometer. Zudem bezahl ich in der Unterkunft hier 15€, für Rindergulasch mit Böhmischen Knödeln und zwei kleinen Schwarzbier bezahl ich keine 6€…

Am Ende ist der Weg rein aber schon noch happig lang und anstrengend: Es ist wieder mächtig schwül, ab und an tröpfelt es, sonst kanllt die Sonne oder stürmt es. Eger ist eine schöne alte Stadt mit Burgmauer und vielen Fachwerk ähnlichen Häusern, sehr gemütlich.

Morgen geht es in tiiiiefen Wald, Freitag werd ich in Karlsbad sein. Es kann sehr gut sein, dass ich dort keinen Empfang habe, also – vielleicht bis morgen, vielleicht bis übermorgen, vielleicht bis Freitag 🙂

Worte des Tages: Als Wanderer gehört man nicht an die Straße, nicht in die Stadt…

Geschafft: um die 26 Kilometer

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