Blumige Aussichten

Ein Tag voller Gegensätze, Mathe und Blumen, Museum und Park, machen und schleifen lassen. Sprich, ein rundum spannend und entspannter Tag in der Universitätsstadt 

Gießen. Bevors aber ans Lustwandeln geht, besuchen wir das Mathematikum, das Mathemuseum wie der Name schon sagt. Also drinne, was gut ist, denn der Wettergott, der uns gestern im Bahnhofsviertel übelst durchgeweicht hat, schläft wohl noch…

Gar nicht schläfrig gehts im Mathematikum zu. Und ich werde auch nicht schläfrig wie manch einer vielleicht denkt bei den Worten Mathe und Museum. Im Gegenteil! Alles Gute, was man über das Zentrum des Rechnens gehört hat, stimmt. Von der reinen Mathe, von Formeln und Co keine Spur. Dafür viele einzelne Stationen, an denen einem spielerisch mathematische Verhältnisse, Probleme oder Zustände näher gebracht werden, man ausprobiert und knobelt.

Formen zusammenbauen, eine Funktion „nachgehen“, Perspektiven- ujd Spiegelspiele, ach, ich kanns gar nicht genau erklären,  wie die Stationen einem das beibringen. Da muss man hin und es selbst ausprobieren, ehrlich. Vielleicht nicht unbedingt vormittags, wenn man es ruhiger mag, denn natürlich ist das Museum beliebt bei Schulklassen.

Weiter gehts mit Stadtführerin über die Bahnhofsstraße Richtung Botanischer Garten. Pünktlich zu unserem Spaziergang kommt die Sonne zum Vorschein. Zu Vorschein tritt auch deutlich: Sooo schön ist Gießen jetzt nicht. Das wird uns auch gleich gesagt, es ist eben viel zerbombt worden und die etwas gewöhnungsbedürftige Architektur der Nachkriegszeit… Naja, eine Stadt für den zweiten Blick.  😉

Aber interessante Details lernen wir trotzdem zu den verschiedenen Plätzen, an denen wir vorbei kommen, zum Beispiel dass Gießen mal die meisten Prostetuierten im Verhältnis zur Einwohnerzahl hatte (und das bekommen wir nach einer Nacht in der Frankfurter Kaiserstraße erzählt!). Oder dass der Gießener Wochenmarkt, auf dem lustigerweise Expeditionistin Janina arbeitet, einer der schönsten in Hessen ist (nach Offenbach, was wir schon zum zweiten Mal in der Woche hören und uns Teilnehmer aus dem Frankfurter Großraum schon verwirrt…). Und dass man beim Alten und Neuen Schloss genau hingucken muss, um zu sehen, was tatsächlich original historisch ist und was „nur“ nachgebaut, restauriert ist.

Im Schlosskeller zum Beispiel sieht alles alt aus, so wie man sich ein Schloss vorstellt.  Ist aber 1977 dem Original nachgebildet worden. Ist mir und den andern viern aber ziemlich egal, denn wir fühlen uns hier wohl und das Essen schmeckt – wen kümmert das Alter der Mauern? 😉 Gut, dass wir danach weiter spazieren, das Menü ist mächtig (ja, ok, ihr habt ja Recht, wenn ihr jetzt denkt, wir sind ständig am Essen…). Und der Botanische Garten, der seit dem 16. Jahrhundert als Lehrgarten genutzt wird, hat ein paar schöne alte Bäume und exotische Exponate, für einen kleinen Rundgang ideal.

Damit noch nicht genug von Pflanzen, natürlich gehen wir zur Landesgartenschau, die letzte Woche erst in Gießen eröffnet wurde. Da waren wir ja schon vor der Eröffnung, aber nur zum Drehen des Hessentipps (Freitag, 18.45 im HR, nicht verpassen!), diesmal machen wir eine Führung. Ich bin ehrlich und gebe zu, dass ich nicht immer zuhöre, sondern meist einfach durch die Parkanlage schlender, die Sonne genieße und mich an bunten Blüten, schön gestalteten Gärten und viel Grün erfreue. Aber ich denke, auch das ist ein Teil und ein Zweck der Gartenschau, das Lustwandern, Anschauen und Entspannen. Beeindruckend aber eine Zahl, die ich mir gemerkt habe: 321.000 Blumenzwiebeln wurden gepflanzt – einzeln per Hand!

Blumen Blumen Blumen, aber noch viel mehr. Grüne und auch schlichte Gärten,  Teiche, Sonne, Entspannung pur

Blumen Blumen Blumen, aber noch viel mehr. Grüne und auch schlichte Gärten, Teiche, Sonne, Entspannung pur

Also, wenn ganz Hessen blüht, blüht Gießen noch mehr. Und das Mathedingens ist bestimmt ein Ding für jeden, auch wenn Mathe eigentlich nicht dein Ding ist. Mein Ding sind auf jeden Fall Pfannkuchenspezialitäten, die es heute Abend geben wird, und noch mehr mein Ding wird der morgige Tag sein: Wandern im Kellerwald! *FREU*

Motto des Tages: Expedition entdeckt Mathe und Natur. Und findet beides toll!

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