Montag, 14. August, Tag 10: Ein Tusch am Ende des Hochzeitsmarschs

Was bleibt am Ende? Bilder und Erinnerungen? Zahlen, Menschen, Orte? Erlebnisse und Erkenntnisse? Ein deutliches Jap! für alles – aber was ganz sicher bleibt, das ist das Ende. Das klingt traurig und unerbitterlich, und das ist das Ende meiner Wanderungen normalerweise auch. Normalerweise.

Dieses Mal aber war es anders, denn es erwartete mich ein imaginärer Dreifach-Tusch: Angefangen bei der Begleitung durch das Brautpaar Flo und Anna sowie zwei weiterer Hochzeitsgäste auf den letzen acht Kilometern über die Landstraßen und Äcker hin zum Herrenhaus in Lübbenow über den überschwänglichen Empfang durch bereits angereiste Gäste, Familie und alte Freunde bis hin zum echten Tusch am nächsten Tag, dem Tusch der (unglaublich schönen!) Freien Trauung der beiden Freunde unter strahlend blauem Himmel.

Zeit, „anzukommen“? Nicht wirklich. Zeit, dem Ende „nachzutrauern“? Nope. Zeit, sich nach dem Unterwegs sein „allein zu fühlen“? Auf gar keinen Fall! Das hat sicher seine Vor- und Nachteile, über die ich mich nun, fast eine Woche nach meinem Ankommen in Lübbenow, aber nicht mehr auslassen mag. Hatte ich dort keine Zeit und auch kein Internet, um einen abschließenden Bericht meiner Wanderung von Berlin in die Uckermark zu verfassen, möchte ich den Hochzeitsmarsch aber doch nicht offen stehen lassen. Vor allem mit diesem Tusch am Ende 🙂

Daher bleibt mir nichts anderes übrig, als zu sagen: Ja, ich bin angekommen!, und euch allen wieder einmal für eure Begleitung zu DANKEN. Auch den lieben Menschen, denen ich auf meinem Weg begegnet bin und die für zwei völlig Fremde auf einem Tuch, das ich mit mir rumtrug, Glückwünsche hinterließen, möchte ich DANKE sagen – das Hochzeitspaar hat sich sehr über eure Worte und kleinen Bildchen gefreut!Und ich mich auch 🙂

Zum Abschied möchte ich euch nur noch eines mitgeben: Bleibt neugierig! Und wenn euch irgendwo ein Mensch begegnet, der Hilfe braucht, egal wie klein, dann denkt an mich und die hilfsbereiten Menschen, die mir immer wieder auf meinen Wanderungen begegnen; denkt daran, dass mir manchmal ein einziges Wort geholfen hat, um wieder motiviert weiter gehen zu können; eine Geste, ein Lächeln, um selbst wieder fröhlich und aufrecht zu stehen; eine kurze Nachfrage, und jemand fühlt sich vielleicht nicht mehr einsam. Bleibt neugierig.

Eure Hanna

Gelaufene Kilometer Berlin – Lübbenow: 144 km

Gepaddelte Kilometer Berlin – Lübbenow: 42 km

Motto des Hochzeitsmarsch: Der direkte Weg ist nicht immer der schönste

Ankunft in Lübbenow

Der letzte Wandertag in Bildern

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